Mit zwei feierlichen Veranstaltungen verabschiedete die Europäische Sportakademie Land Brandenburg (ESAB) am 24. Juni in Lindow und am 26. Juni 2026 in Potsdam ihre Absolvent:innen an den Beruflichen Schulen. Insgesamt zeigte sich ein sehr leistungsstarker und aufgeschlossener Jahrgang, der seine Ausbildungszeit mit starken Ergebnissen und viel Teamgeist abschloss.
In Lindow wurden zwei Erzieher-Klassen verabschiedet. Die Vollzeitklasse stellte ihr gemeinsames Motto unter „Different minds – one team“. Alle 16 Absolvent:innen bestanden die Zusatzqualifikation als Ernährungsberater:in; 13 von ihnen schlossen zudem das vollständige Profil Bewegungserzieher:in erfolgreich ab. Besonders stark präsentierte sich die Teilzeitklasse, die unter dem Motto „Wissen’se, wie massivst wir waren?“ ihren Abschluss feierte: Von 18 Absolvent:innen bestanden 17 das vollständige Profil Bewegungserzieher:in inklusive Ernährungsberater:in. Die Absolventinnen Annabelle Schroeter, Dorothee Arndt und Susan Reyher wurden jeweils für beste Leistungen in der Klasse geehrt. Die Verabschiedung der angehenden Erzieher:innen war dabei besonders persönlich und emotional gestaltet – mit vielen wertschätzenden Worten, gemeinsamen Erinnerungen und Momenten, bei denen kaum ein Auge trocken blieb. Schulleiterin Jasmin Ewald gab den Absolvent:innen dazu mit auf den Weg: „Gehen Sie Ihren Weg mit Mut. Mit Herz. Mit Haltung. Und mit dem Bewusstsein, dass Ihre Arbeit Bedeutung hat. Denn die Kinder, die Ihnen begegnen werden, brauchen keine perfekten Erzieherinnen und Erzieher. Sie brauchen echte Menschen. Menschen wie Sie.“ Für eine festliche Atmosphäre sorgten zudem sportliche Showauftritte jüngerer Jahrgänge sowie musikalische Live-Begleitung.
Auch in Potsdam stand die Abschlussfeier ganz im Zeichen von Zusammenhalt und persönlichen Entwicklungsschritten. Im Erzieher:innenbereich wurden 4 Teilzeit- und 12 Vollzeitabsolvent:innen verabschiedet; der beste Abschluss lag bei 1,00. Drei Absolvent:innen kehrten dabei gewissermaßen an ihren Ausgangspunkt zurück: Sie hatten zunächst an der Schule die Ausbildung als Sportassistent:in absolviert und schlossen nun erfolgreich die Erzieher:innenausbildung an. Die Teilzeitklasse wählte das Motto „Vier Seelen, eine Mission: erziehen mit Herz“, während die Vollzeitklasse ihren Weg mit „Professionell geworden … irgendwie“ humorvoll auf den Punkt brachte. Auch hier bereicherten jüngere Jahrgänge das Programm mit sportlichen Showauftritten. Musikalisch wurde die Feier durch Live-Musik begleitet; einen besonderen Akzent setzten die Erzieher:innen zudem mit einem eigenen musikalischen Beitrag.




Die ESAB Berufliche Schule Potsdam unterstützt besonders junge Menschen, die ihre berufliche Ausbildung mit leistungssportlichen Zielen verbinden. In diesem Jahr wurden mit Marvin Paul und Alexandra Rambow zwei Absolvent:innen verabschiedet, die eindrucksvoll zeigen, wie anspruchsvoll – und zugleich wie wertvoll – dieser Weg sein kann.
Marvin Paul war zuletzt bei der Junioren-Weltmeisterschaft erfolgreich und trainiert bei Bob-Olympialegende Kevin Kuske. Gemeinsam mit Alexandra Rambow und Kevin Kuske berichtete er im Interview von den besonderen Herausforderungen, Ausbildung und Leistungssport miteinander zu vereinbaren. Dabei wurde deutlich: Trainingsphasen, Wettkämpfe, schulische Anforderungen und persönliche Entwicklung greifen eng ineinander und erfordern ein Umfeld, das Flexibilität, Verlässlichkeit und Verständnis verbindet.
Marvin Paul machte dabei deutlich, wie sehr ihn der Bobsport prägt. Besonders schätzt er den Natureiskanal in St. Moritz, der für ihn eine besondere sportliche Faszination ausübt. Als nächstes Ziel nennt er die Feuerwehr-Sportfördergruppe – ein Schritt, der seine sportliche Entwicklung weiter absichern und Ausbildung, Berufsperspektive und Leistungssport noch enger zusammenführen könnte.
Auch Kevin Kuske ordnete die Zusammenarbeit mit der Schule aus Trainersicht ein. Gerade im Bobsport werde im Sommer die Grundlage für den Erfolg im Winter gelegt. Hinzu komme, dass Selektionen und Wettkämpfe zeitlich besonders fordernd seien und oft über längere Zeiträume laufen. Umso wichtiger sei es, dass Athlet:innen ihre sportlichen Ambitionen mit einer qualifizierten Ausbildung verbinden können. Kuske dankte der ESAB und dem Landessportbund Brandenburg ausdrücklich dafür, dass diese Kombination in Brandenburg möglich ist – unabhängig davon, ob junge Sportler:innen eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der ESAB absolvieren.
Darüber hinaus hatten die Absolvent:innen eigens Abschiedsfilme gedreht, die als persönlicher Beitrag für bewegende und zugleich sehr authentische Momente sorgten.
Bei den Sportassistent:innen erhielten 30 Absolvent:innen ihre Abschlusszeugnisse. 19 von ihnen erwarben zusätzlich die Fachhochschulreife, 6 schlossen zudem die Qualifikation als Fitness- und Gesundheitstrainer:in ab. Die beiden besten Abschlüsse lagen bei 1,00 und 1,09. Ein Absolvent setzt seinen Weg an der ESAB direkt fort und beginnt im August die Erzieherausbildung. Die Abschlussmottos „Das Finale schreibt die Helden, nicht der Anfang“ und „Wir dehnen nur unsere Grenzen“ griffen den gemeinsamen Weg der Klasse treffend auf.






Die ESAB gratuliert allen Absolvent:innen herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünscht ihnen für ihren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute!


